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Kraftwerk Suzuki DR Big 800 S

 
Kraftwerk – Suzuki DR BIG
 
Suzuki macht der Enduro Dampf. Für die neue DR Big 800 S gilt die Maxime: Hubraum ist durch nichts zu ersetzen.

Den Titel des weltweit grössten in Serie gefertigten Einzylinders wird die DR Big auch 1990 locker einfahren können. Und da ist es auch kein Schönheitsfehler, dass statt der avisierten 800 unter dem Strich nur 779 Kubikzentimeter übrig bleiben. So ist es ja Brauch: Die alte 750 S brachte es auch nur auf 729 Kubikzentimeter. Und die Gefahr, dass angesichts des Hubraumzuwachses das Kolbenhemd zwischen den Kühlrippen durchschimmern könnte, ist nicht gegeben. Schliesslich wurde der Zylinder nicht aufgebohrt, sondern der Hub an der Kurbelwelle um sechs Millimeter verlängert. An der 50 PS Maximalleistung wollte man keinesfalls rütteln, wohl aber an der Leistungscharakteristik. Knapp 6.1 kpm liegen bereits bei 5500 Touren an. Die Alte erreicht ihr Maximum von 4.9 kpm erst 300 Umdrehungen später und hat im unteren Drehzahlbereich bei weitem nicht so viel Schub, wie es die Neue haben soll. Vorsichtshalber spendierten die Konstrukteure der 800 S einen geschmiedeten Kolben sowie Hubzapfen und Pleuelstange aus besonders hochwertig vergütetem Stahl. Zusätzlich wurde der Hubzapfen durch einen Stift gegen Verdrehen in den Kurbelwangen gesichert und obendrein noch mit verschweisst.

Endlich hat Suzuki auch auf die Kritik am Chokehebel reagiert. Er musste seinen Platz am Vergaser räumen und sitzt jetzt im Cockpit.

MOTORRAD 11/1990

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